Metro 2033 - Preview
Autor: Petra Schmitz
Wir nehmen Sie mit auf einen Ausflug in die U-Bahn-Tunnel unter Moskau: Im Ego-Shooter Metro 2033 geben sich Mutanten, Anomalien, Geister, Extremisten und geheimnisvolle Wesen die Schienenstränge in die Hand.
Metro 2033 basiert auf dem gleichnamigen russischen Bestseller-Roman von Dmitri Glukhovsky und spielt, wie man sich denken kann, im Jahr 2033. Schauplatz ist hauptsächlich das ehemaligen U-Bahn-System von Moskau. Unter der zerstörten Metropole haben sich die wenigen Überlebenden der 20 Jahre zurückliegenden Katastrophe in einer alles andere als heimeligen Umgebung niedergelassen. In kahlen Schächten und Tunneln wurden kleine Holzverschläge errichtet, die als Eigenheime dienen. Der 20jährige Artyom hat seine Eltern an den Krieg verloren, er wurde als Säugling von seinem Onkel unter Tage verfrachtet und lebt zu Beginn von Metro 2033 mit zig anderen Menschen in der U-Bahn-Station des ehemaligen Messegeländes von Moskau.Die Welt von früher kennt er nur aus Erzählungen und von den Postkarten, die die Wand über seiner Schlafstelle zieren: sattgrüne Landschaften und berühmte Bauwerke unter einem strahlendblauen Himmel. Die Karten bekommt Artyom von seinem Freund, einem älteren Haudegen namens Hunter. Der Mann erforscht die Schächte, sucht sogar an der Erdoberfläche nach nützlichem Kram. Und Hunter ist einer der ersten, die nicht weiter tatenlos zusehen wollen, als eine neue Bedrohung durch die Tunnel zu geistern beginnt. Die Menschen nennen sie nur »die Schwarzen«, weil im besten Fall lediglich eine dunkle, fremdartige Silhouette zu erkennen ist, wenn sie auftauchen. Im schlimmsten Fall sehen die Menschen gar nichts oder können zumindest nach dem Zusammentreffen mit den geheimnisvollen Wesen nicht mehr davon berichten. Denn dann sind sie entweder schon tot oder zu weit ins Land des Wahnsinns abgedriftet, um Verständliches von sich zu geben. Die Schwarzen töten, ohne zu berühren - so raunt man sich zwischen den Holzverschlägen zu und schürt die Angst.
Der Kontrast könnte stärker nicht sein. Vor wenigen Minuten noch ist Artyom durch Gänge und Räume gelaufen, in denen sich die Menschen scharenweise drängen und in denen stets eine gewisse Grundlautstärke durch Gespräche und Musik herrscht, bald bewegt er sich mit nur einem (von der KI gesteuerten) Begleiter durch finstere und heruntergekommene Schächte. Über Tage kann man in Metro 2033 nur überleben, wenn man eine Gasmaske auf der Nase und genügend Luftfilter zum Wechseln in den Taschen hat. Doch das allein verhindert noch lange keinen raschen Tod, der zum Beispiel nach einem unbedachten Hopser in einen radioaktiven Tümpel auf Artyom wartet. Oder ihn in Form von Mutanten ununterbrochen anspringen kann.
Auch wenn Metro 2033 Sie gelegentlich in die Straßen von Moskau schickt, bleibt es dabei doch wie unter Tage linear. Deutlich erkennbare Holzstege über die gefährlichen Tümpel weisen den Weg. Zuweilen gibt’s sogar mal ein Schild, das in die Richtung der nächsten sicheren Station zeigt. Wer die Augen offen hält, findet sowohl in den U-Bahn-Schächten als auch in den Ruinen der ehemaligen russischen Hauptstadt kleine Sackgassen abseits der eigentlichen Route, wo Artyom wiederum an Leichen, gelegentlich aber auch mal in Kisten oder Schränken Ausrüstungsgegenstände findet.
Die Plündereien lohnen sich. Denn neben direkt hilfreichem Krams wie Munition und Heilspritzen entdeckt Artyom hin und wieder auch besondere Patronen, die Währung in Metro 2033. Mit den speziellen Kugeln kann er in jeder Siedlung Tauschhandel betreiben. Neue und oft deutlich bessere Waffen liegen bei den Händlern auf den Tischen. Dynamitstangen und schlicht normale Munition lassen sich ebenso erstehen.
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